Religion ist HerrschaftsInstrument

Von Religion (?) spricht man in der ReligionsPhilosophie (?), wenn es um ein Leben nach dem Tod geht, oder um VerhaltensVorschriften, die das Leben einfacher machen (fuer Herrschende oder fuer die einfachen Leute), oder um “letzte Fragen” deren Antwort keiner weiss. Um einen engeren Zusammenhalt zu produzieren und damit alle vom Gleichen reden, wenn sie von Glauben reden, trifft man sich einmal pro Woche mit Ritual und Predigt.

GLAUBE und UEBERZEUGUNGEN und RITUALE sind auch das Wesen juengerer und neuerer Religionen, zb der Missionarische Kirche des Kopimismus (Google Uebersetzung), die nach jeder normalen LebensErfahrung voellig zu Recht sagt, dass GETEILTES und KOPIERTES und KOMMUNIZIERTES Wissen den Wert vermehrt (zb des Wissens und seiner Anwendung). Das kann man durchaus im Sinne eines elften Gebotes sehen, wenn man christlichen GebotGlaubens ist. (deutsche Artikel dazu bei winfuture.de bzw. derstandard.at und englischer Artikel bei torrentfreak.com)

Wenn NICHT verlangt wird, an ein Leben nach dem Tod  zu glauben, wird das von den ReligionsKirchen meist als “Ideologie, und nicht Religion” bezeichnet. Wenn verlangt wird, an einen “falschen” Gott oder gar an mehrere (natuerlich ebenfalls “falsche”) Goetter zu glauben, wird das ibidem als “Irrlehre” bezeichnet. Jeweils von den Anderen, selbstverstaendlich: dann ist man Goi (NichtjudIn), Giaur (NichtmohammedanerIn), Heide (Nichtkathole) etc.etc.

Wenn ich jetzt mit dem Leben nicht zufrieden bin, kann ich mich im Sinne einer Seelenhygiene darauf verlassen, dass im ewigen Leben danach die Sache ganz anders aussehen wird. Dem Kaiser was des Kaisers ist, und Gott was Gottes ist, d.h. ich scher mich nur um das, was in meiner Kraft steht und alles sonst geht es nachher,
aber:
Gottesbegriffe existieren natuerlich nur, wo Menschen solche Gottesbegriffe denken. Kein MenschenGedanke, kein Gott. Zur Sicherheit ist dann von “Geheimnis des Glaubens” die Rede, und dass es eben eine besondere Gnade ist, glauben zu duerfen. Egal, wieviel man sich anstrengt, da bleibt immer etwas ueber, fuer das man gern eine vorgefertigte Antwort haette, und das kann man ja auch Gott nennen. Warum nicht? Das Verstehen  von Kausalitaeten ist fuer jeden Menschen nur endlich, da bleibt immer noch etwas ueber.

***

Jenseits dieses HOFFNUNGsBetruges (dass Gott sich schon um das kuemmern wird, was man selber nicht bewaeltigt) und der AngstErzeugung (dass der gute Gott zugleich ein gerechter Gott und zugleich ein strenger Gott ist, der einem eben nicht alles regelt sondern verlangt, dass man den Umgang mit den 10 Geboten in der Beichte rechtfertigt) gibt es da aber noch einen Aspekt, der selten zur Sprache kommt:

Die Verwendung von Gott als “Grosser Bruder” (der dich am Juengsten Tag vorknoepfen wird) ist einerseits ein Trost in Momenten der Hilflosigkeit, wo der Gedanke an Revanche fuer Erlittenes so hilflos erscheint, und ist andererseits ein Instrument Herrschender, dir zu sagen WARUM du schuld bist, WORAN du schuld bist, und was du falsch gemacht hast und wie du es besser machen sollst. Nach den Bussgebeten und Busstaten, denn dein Gehorsam soll ja vorauseilend sein (und du sollst dir ja selbst ausdenken, wie du dir deinen Weg zurechtlegst, den du dann auch noch rechtfertigen sollst).

Das funktioniert im Sinne eines CodeBook, wie man es von Kommunikations’Technik, IT Informatik und Programmieren/Entwickeln kennt: ich will herrschen, also gebe ich dir Inhalte und Bedeutungen vor, und du musst sie entweder korrekt nacherzaehlen und nachbeten, oder du bist mir verantwortlich dafuer, sie mit “eigenen Worten” vorauseilend gehorsam so zu formulieren, dass sie nicht aus dem Rahmen fallen.

Ob du das jeweils geltenden Konstrukt der jeweils geltenden KirchenLehre als gegeben annimmst und fuerderhin voraussetzt, das dir die jeweils herrschende ReligionsKirche vorgibt
oder
ob du im Sinne der Aufklaerung sagst, dass es keinen Gott gibt (Atheismus) oder dass du nicht zu glauben bereit bist (weil Wissen ueber Glauben steht: Agnostizismus) und/ob dann deshalb von SelbstBestimmung und EigenVerantwortlichkeit — selber schuld — sprichst …

… das bleibt sich interessanterweise gleich:

Herrschende im “Gottes”Gnadentum” (denen du nicht widersprechen darfst, wenn sie behaupten, dass es der Wille Gottes sei, dass sie die HerrscherInnen und du der Unterthan sein sollst) gebrauchen dabei dieselben Mechanismen wie jene, die dir sagen, dass du mangels Gott (der tot ist oder den es nicht gibt oder weil die ganze ReligionsTranszendenz ein Schmarrn ist, wodurch es nichts gibt was die “hoehere” und “letzte” Ursache fuer alles moegliche sein kann) …

… dass in Ermangelung all dieser Dinge eben du selber schuld bist an allem, und dass du schon deines eigenen Glueckes Schmied sein musst (es gibt nichts Gutes ausser man tut es), und dass jetzt deine SelbstBestimmung und deine  EigenVerantwortlichkeit gefragt sind, wenn du etwas aus deinem Leben machen willst.

Wohlgemerkt, deine SelbstBestimmung und EigenVerantwortlichkeit, die jemand ANDERER genuesslich im Munde fuehrt und herumwaelzt …

Diesen Gedanken sollten wir uns noch einmal durch den Kopf gehen lassen: du erfaehrst also von jemandem ANDEREN (ausser dir selber), dass DU eigenverantwortlich und selbstbestimmt denken und handeln MUSST.

Sowohl Religion als HerrschaftsInstrument wie auch Rationalismus als HerrschaftsInstrument verwenden dabei den Schmaeh und die Strategie, mit der zb Polizei sich als Schutz gegen HandtaschlRaub profiliert (aber dann ihre Macht dazu benutzt, 50% der “Verbrecher” aus VerbotsKriminalitaet zu rekrutieren und den Rest der Leute mittels “Anti”Terror”Ueberwachung zu bespitzeln, ob ihnen nicht doch etwas angehaengt werden kann, aus dessen Schlinge sie sich eventuell als “Kron”Zeugen” ziehen koennen).

Also JustizGnadentum statt GottesGnadentum

🙂

Dabei soll es im Moment auch bleiben. Komm aber bei Gelegenheit wieder hierher zurueck und vergleiche deine Gedanken mit jenen, die du vorher schon einmal dann und wann hattest. Du kannst auch gern das KommentarFeld unten verwenden, um deine Meinung und deinen Glauben hier zu formulieren.

 

 

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